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Sonstige Hotelmängel

W A S   T U N   B E I   S O N S T I G E N   H O T E L M Ä N G E L N ? 

Was tun bei sonstigen Mängel der Unterkunft?
Immer zuerst beim Reiseleiter/Reiseveranstalter reklamieren und Abhilfe verlangen mit einer Mängelanzeige Hotelmängel . Beschreiben Sie Zeit, Ort, Menge und Art des Mangels genau. Manchmal wirkt "Bakschisch" wahre Wunder. 5 Euro auf dem Kissen für die Zimmermädchen ist eine Investition, die Wunder an Sauberkeit bewirkt.

Wenn nicht nachgebessert wird, können Sie Ihre Ansprüche auf Schadensersatz per Download mit einer Anspruchsanmeldung Hotelmängel anmelden. Wieviel % Sie fordern können, steht genau in der Anlage Reisemängeltabelle sonstige Hotelmängel.
Zusätzlich ist im zip-Download GRATIS die Checkliste "Verhalten bei Reisemängeln" enthalten.


M U S T E R B R I E F E   S O N S T I G E   H O T E L M Ä N G E L 

Mängelanzeige Hotelmängel Sie haben einen sonstigen Hotelmangel der Reiseleitung zu melden?
2,95 EUR (incl. 19% USt. siehe Versand)

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Mängelanzeige Hotelmängel Reiseveranstalter Sie haben einen sonstigen Hotelmangel der Reiseleitung zu melden?
2,95 EUR (incl. 19% USt. siehe Versand)

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Anspruchsanmeldung Hotelmängel Sie haben einen sonstigen Hotelmangel der Reiseleitung gemeldet und nichts hat sich verbessert?
2,95 EUR (incl. 19% USt. siehe Versand)

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U N D   W E N N   K E I N E   B E F R I E D I G E N D E S   A N G E B O T   K O M M T ? 

In Konfliktfällen zu sonstigen Hotelmängeln wenden Sie sich bitte für juristischen Rat an die Reiseschiedsstelle oder einen Rechtsanwalt mit Schwerpunkt "Reiserecht".


U R T E I L E   Z U   S O N S T I G E N   H O T E L M Ä N G E L N 

Hier können Sie die sonstige Urteile zu sonstigen Hotelmängeln bestellen.
Die BGH-Urteile stellen wir Ihnen kostenlos zur Verfügung.
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Nach dem Anklicken eines Urteils wird der Leitsatz angezeigt. Soweit vorhanden können Sie den Sachverhalt einsehen.
Die Entscheidungsgründe erhalten Sie per E-Mail nach der Bestellung gegen Kostenersatz.

- LG Frankfurt 09.01.2009 Hotelzimmer öffnen
- AG Wolgast 05.12.2008 Hotelbewertung
- AG Hannover 11.10.2007 unzumutbarer Bauschmutz
- AG Freiburg 16.11.2004 unzumutbarer Zufahrtsweg


 

Strohhütte© Gina Smith - Fotolia


U R T E I L E   Z U   S O N S T I G E N   H O T E L M Ä N G E L N 

Urteil AG Duisburg 14.01.2009 Sicherheitskontroll 1. Sicherheitskontrollen in arabischen Ländern sind kein Reisemangel, sondern eine hinzunehmende Beeinträchtigung, die alleine der Sicherheit der Gäste dient. 2. „Ständiges“ kreisen von Hubschrauber über dem Hotel und die Kontrolle der Ein- und Ausgänge durch schwer bewaffnete Sicherheitsleute, die sowohl Detektoranlagen einsetzen als auch die Gäste tasten berechtigt zur Minderung von 37% des Reisepreises. 3. Der Reisende darf sich nicht darauf beschränken klarzustellen, inwieweit für ihn subjektiv ein Reisemangel vorgelegen hat. Er muss vielmehr durch Tatsachenvortrag eine objektive Nachprüfung durch das Gericht ermöglichen.

   

Urteil LG Frankfurt 07.12.2007 Strandnutzung 1. Wird die Nutzung des Strandes aufgrund der abgehaltenen Kongresse ganz erheblich eingeschränkt und infolge von Auf-, Um- und Abbautätigkeiten, Absperrungen von gewissen Bereichen durch Lärm und Schmutz stark beeinträchtigt und zudem zur Hälfte gesperrt, liegt ein Reisemangel vor , für den eine Minderungsquote von 10% angemessen und ausreichend ist. 2. Für den Mangel „Kongressveranstaltungen“ im Hotel, eine Minderungsquote von 5% für angemessen und ausreichend, denn der Reisende hat nicht nur Teile eines Hotels gebucht, sondern das Gesamt-Hotel, so dass es ihm auch grundsätzlich möglich sein muss, alle Hotelbereiche ohne Beeinträchtigungen aufzusuchen. 3. Art. 5 Richtlinie 90/314/EWG, der dem Verbraucher grundsätzlich einen Anspruch auf Ersatz des immateriellen Schadens verleiht, der auf der Nichterfüllung oder einer mangelhaften Erfüllung der eine Pauschalreise ausmachenden Leistungen beruht, verlangt nicht zwingend die Herabsetzung der Voraussetzungen im Hinblick auf die Erheblichkeit der Beeinträchtigung der Reise (über 50 Prozent) i.S.v. § 651f Abs. 2 BGB. Daher hat der Reisende keinen Anspruch auf Zahlung einer Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit.

   

UrteilLG Frankfurt 25.10.2007 Zwischenübernachtung 1. Der Reiseveranstalter hat eine Prospektbeschreibung so zu gestalten, dass die für den Reisenden wichtigen Informationen an solchen Stellen im Prospekt abgedruckt sind, an denen der Reisende nach Treu und Glauben eine entsprechende Information erwarten darf. 2. Der durchschnittliche Reisende darf ohne weiteres davon ausgehen, dass er die gebuchte Reisezeit auch in dem gebuchten Objekt und am gebuchten Urlaubsort verbringen kann und wird. Insbesondere bei einer Kurzreise von 7 Tagen dürfte das Interesse, nicht nur 5, sondern sämtliche 7 Übernachtungen im gebuchten Objekt zu verbringen, besonders hoch sein. 3. Bei einer Kurzreise ist die Information, dass es zu einer Zwischenübernachtung sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückreise, somit zu zwei nicht hintereinander stattfindenden Zwischenübernachtungen kommen kann, von einer derartigen Relevanz insbesondere für Reisende, die nur einen Kurzurlaub von einer Woche buchen möchten, dass diese Information lediglich bei der Hotelbeschreibung erwartet werden kann.

   

Urteil LG Koblenz 26.09.2007 Ausrutschen Das Ausrutschen in Sanitärbereichen wie Dusche oder Badewannen gehört zum privaten Unfall- und Verletzungsrisiko eines Reisenden.Es ist keinesfalls die Pflicht eines Hotels oder Reiseveranstalters dafür Sorge zu tragen, dass in einer Dusche Haltegriffe angebracht sind.

   

Urteil AG Neuruppin 04.09.2007 Ferienhausvertrag verkürzte Aufenthaltsdauer im Ferienhaus

   

Urteil AG Duisburg 31.08.2007 Strandentfernung 1. Ist in einer Reisebeschreibung ausdrücklich erwähnt, dass der Strand über eine Treppe zu erreichen ist, muss auch der durchschnittliche Reisende damit rechnen, daß ein erheblicher Höhenunterschied zu überwinden sein wird. 2. Angaben zur Entfernung des Strandes von der Unterkunft beziehen sich üblicherweise auf die Luftlinie. 3. Die Erwähnung einer Treppe zum Strand macht deutlich, dass der konkret zurück zu legende Weg ggf. etwas länger als die mitgeteilte Luftlinienentfernung ist.

   

Urteil LG Frankfurt 10.08.2007 Ersatzunterkunft 1. Eine nicht unmittelbare Mängelrüge kann sich auch auf den vor der Mängelrüge liegenden Zeitraum beziehen, wenn eine Abhilfe zu einem früheren Zeitpunkt nicht möglich gewesen wäre. 2. Behauptet der Reisende, eine Abhilfe sei auch zu einem früheren Zeitpunkt nicht möglich gewesen, so muss der Reiseveranstalter dartun und beweisen, dass er bei rechtzeitiger Mängelanzeige zur Abhilfe in der Lage gewesen wäre. 3. Eine Reise ist im Sinne von § 651f Abs. 2 BGB dann erheblich beeinträchtigt, wenn Reisemängel vorliegen, die eine Minderungsquote von mindestens 50% rechtfertigen.

   

Urteil LG Frankfurt 27.07.2007 Bauarbeiten Hinsichtlich der Reisemängel Bauarbeiten, ausgefallene Klimaanlage und verschmutztes Warmwasser ist ein Minderungsanspruch des Klägers nicht gemäß § 651d Abs. 2 BGB ganz oder teilweise ausgeschlossen. Insbesondere kann der Kläger vorliegend den Minderungsanspruch für die gesamte Reisezeit geltend machen.

   

Urteil LG Düsseldorf 16.05.2007 Ersatzunterkunft Rügt ein Reisender lediglich die anderweitige Unterbringung und dem Umstand, dass die Leistungen des gebuchten mit denen des zur Verfügung gestellten Hotels nicht übereinstimmen, gibt er unmissverständlich zu erkennen, dass wegen der Unterschiede zwischen dem gebuchten und dem zur Verfügung gestellten Hotel mit der Unterbringung in dem nicht gebuchten Hotel nicht einverstanden ist.

   

Urteil AG München 10.01.2007 Mauerbesteigung Umwehrung einer Clubanlage durch eine mit Glasscherben bestückte Mauer ist kein Reisemangel. Mauerbesteigung auf eigenes Risiko.

   

Urteil OLG Köln 18.12.2006 Balkonbrüstung Eine 56 cm hohen Balkonbrüstung ist ein Sicherheitsmangel, weil die Absturzgefahr bei Verlust des Gleichgewichts extrem hoch ist.

   

Urteil LG Frankfurt 27.07.06 Ersatzunterkunft Die Ablehnung einer alternativ angebotenen Unterkunft ist nicht rechtsmissbräuchlich. Dies gilt auch dann, wenn die Annahme des Ersatzangebots zu keiner größeren Beeinträchtigung des Reisenden geführt hätte

   

Urteil BGH 18.07.06 Wasserrutsche Die Verkehrssicherungspflicht des Reiseveranstalters erstreckt sich auch auf solche Einrichtungen des Vertragshotels, die er im Reisekatalog nicht erwähnt hat, sofern sie aus der Sicht des Reisenden als Bestandteil der Hotelanlage erscheinen.

   

Urteil AG Bad Homburg 12.07.2004 Modergeruch 1. Wegen potentiell gesundheitsschädliche permanente Modergeruch im Badezimmer ist eine Minderung des Reisepreises von 3 % angemessen. 2. Leitet die Hotelanlage ihre Abwässer direkt über den Strand in das Meer und kommt es damit am Strand zu Kloakengeruch, ist eine Minderung von 5% angemessen. Eine höhere Minderung wäre zu gewähren, wenn ein Zusammenhang zwischen Abwässern und Hautjucken und Hautschlag nachgewiesen wird. 3. Regelmäßiger Baulärm in etwa zwanzig Meter Entfernung zur Unterkunft beeinträchtigt den Erholungswert der Reise für die ganze Familie. Daher ist eine Minderung von 10 % angemessen, gerade auch weil die Reisende mit ihren kleinen Kindern das Hotelzimmer auch über den Tag stärker in Anspruch genommen haben wird als andere Reisende.

   

Urteil AG Düsseldorf 19.04.2004 Zimmerlage 1. Berücksichtigt der Reiseveranstalter einen gegenüber dem Reisebüro geäußerten Kundenwunsch in der Reisebestätigung nicht, so liegt gemäß § 150 Abs. 2 BGB ein neues Angebot vor. Dieses nimmt der Reisende durch Zahlung des Reisepreises bzw. durch Antritt der Reise konkludent an. 2. Ein selbständiges Reisebüro ist nur insoweit Erfüllungsgehilfe des Reiseveranstalters, als es die vertraglichen Informationspflichten des Veranstalters erfüllt. Ein Verschulden des Reisebüros bei der Vermittlung ist dem Reiseveranstalter nicht zuzurechnen.

   

Urteil AG Hamburg 10.03.2004 Zimmersafe 1. Wird ein Safe im Hotelzimmer zugesagt, so kann auch dann wegen eines Mangels der Reisepreis um 3% gemindert werden, wenn statt des Zimmer-Safes ein Safe an der Rezeption vorhanden ist. 2. Nötigt ein Reiseleiter in aggressiver Form über mehrere Tage hinweg zur Teilnahme an einem Gala-Dinner, so kann der Reisepreis wegen eines Mangels um 10% zeitanteilig gemindert werden. 3. Erfolgen auf einem 4-Sterne-Schiff auf dem Nil während einer ca. einwöchigen Kreuzfahrt nach der Grundreinigung der Kabine vor Reiseantritt nicht mindestens zwei weitere Reinigungen, so kann der Reisepreis um 5% zeitanteilig gemindert werden. 4. Die Wartezeit bei der Ticketausgabe in Hamburg ist nicht minderungsfähig. 5. Ein Direktflug ist kein Non-Stop-Flug; eine Zwischenlandung ist daher kein Reisemangel. 6. Es ist ausreichend, wenn die Empfangnahme durch die örtliche Reiseleitung erst nach Durchführung der Einreiseformalitäten erfolgt. 7. Die Verlosung von Kabinen ist eine unkonventionelle Art der Zuweisung aber kein Reisemangel. 8. Ein Transfer mit einem Minibus, bei dem das Gepäck auf dem Dach transportiert wurde, stellt eine eher landestypische Art des Transportes von Koffern und ähnlichen Gepäckstücken dar und ist kein Reisemangel.

   

Urteil AG Düsseldorf 08.04.2004 Ersatz-Unterkunft 1. Bucht jemand für Mitreisende mit abweichenden Familiennamen, so handelt der Anmeldende regelmäßig als Vertreter dieser Mitreisenden. 2. Abtretungsverbote in Allgemeinen Reisebedingungen sind grundsätzlich wirksam. 3. Allein für die abweichende Unterbringung in einem anderen als dem gebuchten Hotel ist eine Minderung von 10 % des Reisepreises anzusetzen. 4. Für die Beeinträchtigung durch den Baulärm vor Ort ist eine Minderung von 20% des Reisepreises angemessen, aber auch ausreichend.

   

Urteil AG Bad Homburg 07.01.2003 Baulärm 1. Unterbringung für 2 Tage im falschen Hotelgebäude mit Baulärm berechtigt zur Minderung von 20 Prozent des anteiligen Reisepreises, zuzüglich eines halben Reisetages für den Umzug. 2. Eintöniges Essen (täglich nur eine Sorte Fleisch und Spaghetti) berechtigt zu einer Minderung von 10 % berechtigen. 2. Soweit weitere Mängel nicht vor Ort bei der Reiseleitung gerügt wurden, sind die Ansprüche verwirkt. 2. Zur Substantiierung eines Mangels sind Angaben über seine Art, Intensität, Häufigkeit, Dauer sowie Auswirkungen auf die einzelnen Reisenden erforderlich.

   

Urteil AG Bad Homburg 11.12.2003 kein Restaurant 1. Fehlt in der Hotelanlage ein versprochenes à-lacarte- Restaurant so berechtigt das den Reisenden, den Reisepreis um 5 % zu mindern. 2. Wird das reisevertraglich geschuldete Animationsprogramm eingestellt, weil sich zu wenig Gäste im Hotel aufhalten, berechtigt das den Reisenden, den Reisepreis um 5% zu mindern. 3. Wenn wegen Microbenbelastung das Baden im Meer nicht möglich ist, sondern nur im nahen Beach-Club, begründet dies einen Minderungsanspruch in Höhe von 10 % des Reisepreises.

   

Urteil AG Duisburg 27.11.2003 Kriegschiffe 1. Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit einem EU-Gipfel, wie ein vor der Küste liegendes Kriegsschiff, kreisende Hubschrauber und die Unterbringung einer Polizeistaffel im gebuchten Hotel, berechtigen nicht zu einer Minderung. 2. Nur wenn ein Reiseveranstalter in der Katalogbeschreibung die Möglichkeit von Ausflügen zusichert, hat er für das Nichtvorhandensein von solchen Ausflugsmöglichkeiten auch einzustehen.

   

Urteil AG Bad Homburg 17.10.2003 Klimaanlage 1. Ist die Klimaanlage derart defekt war, dass erhebliche Mengen von Wasser austreten, die u.a. in den Kleiderschrank eindringen und die Kleidung und Kamera durchnässen, steht dem Reisenden gemäß § 651 d Abs. 1, § 651 f Abs. 1 BGB eine Minderung von 10 % des Reisepreises und Schadenersatz zu. 2. Eine Verlegung der Abflugzeit ist auch bei einem Änderungsvorbehalt in den Allgemeinen Reisebedingungen nur dann zulässig, wenn die Verlegung des Rückfluges keine massive Beeinträchtigung des Erholungswerts des Reisenden zur Folge hat. 3. Eine massive Beeinträchtigung des Erholungswerts des Reisenden liegt dann vor, wenn durch die Verlegung des Abflugzeitpunktes die vorgesehene Nachtruhe vor dem Abflug praktisch völlig entfällt.

   

Urteil OLG Frankfurt 20.03.2003 FKK-Hotel Die Unterbringung in einer Hotelanlage, in der FKK praktiziert wird, kann einen Reisemangel darstellen, der den Reisenden zur Kündigung des Reisevertrages berechtigen kann.

   

Urteil LG Essen 10.10.2002 Kieselstrand Verspricht der Prospekt einen groben Sandstrand, muss es auch einen Sandstrand geben. Besteht der Strand in Wirklichkeit nur aus groben Kieselsteinen, kann der Reisepreis um 10 % gemindert werden.

   

Urteil AG Bad Homburg 05.09.2002 Zimmergröße Sind die Doppelzimmer des gebuchten Hotels nur 8,5 qm groß, kann der Reisepreis um 10% gemindert werden, denn für den Reiseveranstalter ist es ersichtlich, dass die Zimmergröße von 8,5 qm keine ordnungsgemäße Unterbringung darstellt.

   

Urteil AG Köln 05.09.2002 Ersatzunterkunft 1. Eine Minderung in Höhe von 30 % ist angemessen, wenn die Reisenden nach3/4 ihres Urlaubes in ein anderes Hotel umziehen mussten, welches von dem gebuchten Hotel der Größe und Beschaffenheit nach abwich. Für die Unzuträglichkeiten bei dem Umzug ist ebenfalls eine Minderung in Höhe von 50 % des Reisepreises für einen Tag gerechtfertigt. 2. Eine Entschädigung wegen vertaner Urlaubszeit ist nur gerechtfertigt, wenn es sich um eine sich über einen längeren Zeitraum hinziehende Minderung der Leistung handelt, die 50 % erreicht oder übersteigt. 3. Es obliegt dem Reiseveranstalters, sich davon zu überzeugen, dass die Ersatzunterkunft keine Mängel aufweist.

   

Urteil AG Neuwied 25.02.2004 Angriff in Sauna Ein Reiseveranstalter haftet nicht für Körperverletzungen des Reisenden, die dieser durch tätliche Angriffe Dritter erleidet, nachdem er in der Türkei eine Hotel-Sauna nackt betritt.

   

Urteil LG Frankfurt 28.03.2008 Ersatzhotel 1. Ein Reiseveranstalter muss den Reisenden über alle wesentlichen Veränderungen informieren, die zwischen Buchung und Reiseantritt im Zielgebiet eintreten. Dazu zählt auch die Verpflichtung, frühzeitig über die Überbuchung des ursprünglich gebuchten Hotels aufzuklären. 2. Die Verletzung dieser Hauptpflicht begründet Ansprüche auf Minderung des Reisepreises und ggf. Schadensersatz. 3. Rügt ein Reisender am Urlaubsort eine abweichende Unterbringung, umfasst diese Mängelanzeige auch die weitere Rüge, er sei im Vorfeld der Reise nicht über diese abweichende Unterbringung infolge einer Überbuchung des ursprünglich gebuchten Hotels informiert worden.

   

Urteil LG Düsseldorf 05.12.2003 Zustellbett 1. Eine Reiseleistung ist mangelhaft, wenn ein Reisender ein klimatisiertes Doppelzimmer mit Zustellbett bucht, aber dieses Zustellbett nur als Schlafcouch in einem nicht klimatisierten Vorraum zur Verfügung steht und berechtigt zu 10% Minderung. 2. Für den Ausfall eines Kühlschrankes ist eine Minderung von 5 % des auf diesen Tag entfallenden Reisepreises gerechtfertigt. 3. Auch wenn ein Reiseveranstalter im Rahmen eines Sonderangebotes in seinem Katalog aufgeführte Hotels anbietet, darf ein Reisender in diesen Katalog des anbietenden Veranstalters schauen, um den Umfang der Reiseleistung feststellen zu können. Will der Reiseveranstalter die dortigen Angaben bei einem Sonderangebot nicht gelten lassen, muss er das in dem Infoxangebot unmissverständlich zum Ausdruck bringen. 4. Eine Minderung von 5% des Gesamtreisepreises ist gerechtfertigt für eine nicht ausreichende Kinderbetreuung, denn ausweislich der Katalogbeschreibung war für das gebuchte Hotel eine stundenweise Kinderbetreuung versprochen. 5. Bei Billigreisen sind Unterhaltungsmöglichkeiten im Flugzeug als Standard nicht geschuldet. 6. Wer aber eine Reise bucht ohne jede Angabe von Flugzeiten und auch solche fehlenden Angaben von Flugzeiten in der Reisebestätigung nicht moniert, nimmt bewusst in Kauf, dass die ihm erst später mitgeteilten Zeiten nicht gefallen. 7. Bagger, LKW und Walze, die einmal Vormittags über den Strand fahren stellen keine Beeinträchtigung der Strandnutzung dar. Deshalb liegt kein minderungswürdiger Mangel, sondern lediglich eine hinzunehmende Unannehmlichkeit vor. 8. Dass die All-inklusiv-Gäste sich ihre Getränke an den Bars selbst abholen müssen, während die zahlenden Gäste bedient werden, ist kein Mangel, denn es beeinträchtigte die Reisenden nicht. Reisende haben nur Anspruch auf eine vertragsgemäße Versorgung, nicht aber darauf, dass besser zahlende Gäste nicht auch besser behandelt wurden. Dass Reisende, die eine All-inklusiv-Verpflegung gebucht haben, ihre Getränke selbst holen müssen, ist üblich.

   


B O O K M A R K S 


U R H E B E R R E C H T 

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